Was ist ein Tierheilpraktiker
Was ist ein Tierheilpraktiker
Lange bevor der Gesetzgeber den Tierarzt schuf gab es sie schon, den Mann die Frau die besonders viel von Tieren und ihren Bedürfnissen verstanden und die alten überlieferten Naturheilmittel kannten. Sie wurden gerufen bei Erkrankungen im Stall im Hof und Haus.
Heute entdecken wir die artgerechte und natürliche Haltung und Heilung von Tieren wieder neu.
Der Tierheilpraktiker/in
Der Tierheilpraktiker stützt sich auf die Grundlagen der artspezifischen Bedürfnisse des Tieres, umsorgt, behandelt und heilt mit altbewährten, milden und unschädlichen Methoden. Hierzu benötigt er umfassende Kenntnisse, auch der organischen und physiologischen Zusammenhänge, die er in einer fundierten und verantwortungsbewussten Ausbildung erwirbt.
Dabei wird, wie beim Naturarzt in der Humanmedizin, das Lebewesen als Ganzes gesehen und behandelt: Nicht die Symptome sollen überdeckt, sondern die Ursachen von Störungen und Krankheiten erkannt und für immer beseitigt werden.
Die Gesundheitsvorsorge und die Therapie von Tieren steht – im Gegensatz zur Humanmedizin – nicht unter gesetzlichem Vorbehalt. Das bedeutet, dass man nach einer entsprechenden Ausbildung Tiere unter der Beachtung der jeweiligen kantonalen Voraussetzungen behandeln darf. Tierärzte geniessen gesetzliche Privilegien für die Anwendung verschreibungspflichtiger Mittel und für bestimmte gesetzlich und amtlich vorgesehene Prüfungs- und Überwachungsaufgaben. Ansonsten bestehen keine wesentlichen Einschränkungen für das Wirken des Tierheilpraktikers.
In der Stadt
Statistisch hält heute jeder zweite Haushalt mindestens ein Haustier. Immer mehr Menschen wollen ihre Vereinsamung durch die Zuneigung und Gesellschaft eines Tieres durchbrechen. Fast jeder Tierhalter ist bereit alles zu unternehmen, um seinem Tier zu helfen wenn es nötig ist. Der Trend zu natürlichen Heilmethoden wird sich mit zunehmender Technisierung, Denaturierung und Isolation des Zivilisationsmenschen noch verstärken.
Auf dem Land
Auch auf dem Lande regt sich nicht erst seit Hormonskandalen und BSE- und MKS-Horrorszenarien die Skepsis gegenüber den Auswüchsen und Auswirkungen unnatürlicher Massentierhaltung, die lediglich kurzfristigen Profitinteressen dient. Medikamentös und durch Krankheitserreger verseuchte Lebensmittel werden vom Verbraucher nicht mehr akzeptiert. Die Kosten der hohen Krankheitsanfälligkeit, verminderte Geschmacksqualität der Lebensmittel und der Zusammenbruch ganzer Märkte übersteigen rapide die Vorteile der Rationalisierung und Technisierung in der Tierhaltung.



